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Urlaub Pfingsten 2022

05.06.2022

Der Start war schon sehr vielversprechend. Endlich, endlich im Café Ableitner in Schwäbisch Hall frühstücken. Das war ein Gutschein für Peter noch aus der Corona-Zeit. Ein verregneter Pfingstsonntag, war ja klar, wenn die Sieder in Hall feiern, doch für den Garten genial.

Gleich danach die Fahrt nach Thüringen in unsere Ferienwohnung. Es müsste mal ein Tipp in der Landlust gewesen sein. Ich bin mir aber nicht mehr sicher. Dieser Eindruck wurde bestärkt, denn in der Ferienwohnung und auf dem Gang lagen ganz viele Ausgaben der Landlust. Sogar die Neueste, die ich noch nicht kenne.

Wir nächtigen im Gutshaus von Bismarck. Nach der Ankunft gab es zuerst eine Stärkung mit dem leckeren selbstgebackenen Kuchen. Das Gutscafé ist nur Freitags, Samstags und an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Wir haben auch gleich zu Abend gegessen. Sehr lecker. Das werden wir am Pfingstmontag nochmal ausnützen.

06.06.2022

Nach dem Frühstück in der Ferienwohnung sind wir Richtung Memleben aufgebrochen. Auf der Fahrt dahin haben wir kurz beim Kloster Donndorf Halt gemacht.

Eine Umleitung und der nächste Stop war Museum Kloster und Kaiserpfalz Memleben. Parkuhr defekt. Es ist eine schöne und gepflegte Anlage, die wir mit dem Audioguide erforscht haben.

Klostergarten

Krypta

Im Klostercafé „Neues Refektorium“ gab es Kaffee und Kuchen und eine Wurst für Peter. Wir konnten draußen sitzen und haben uns mit einem radfahrenden Paar nett unterhalten. Kurz nach unserem Aufbruch hat es dann zu regnen angefangen. Das arme Paar, sie hatten noch ein Stück Weg vor sich. Uns hat es nicht gestört, da wir mit dem Auto weiter nach Nebra gefahren sind. Das Ziel war die Arche Nebra, um die Ausstellung zur Himmelsscheibe anzuschauen.

Die echte Himmelsscheibe ist in Halle im Museum.

Nach der Besichtigung sind wir am Fuße des Berges im Waldschlösschen auf einen Kaffee und ein Eis eingekehrt. Nach der Pause wieder in unser Gutshaus zurück zum Abendessen und Beine hochlegen. Hier in der Gegend sind alle Kornfelder voller Mohn- und Kornblumen. Das sieht so schön aus.

07.06.2022

Europa-Rosarium in Sangerhausen und das Städtchen Sangerhausen. Hier gibt es einen separaten Beitrag zum Rosarium, schließlich ist es die weltgrößte Rosensammlung.

08.06.2022

Der Tag startet etwas schräg. Mit dem schiefen Kirchturm von Bad Frankenhausen. Er ist sogar schiefer als der Turm von Pisa. Mehr als 4,60 Meter weicht er vom Normalen ab. Im Untergrund löst Wasser Salz- und Gips-Gestein auf, so dass sich hier der Baugrund senkt. Krass.

Danach ging es weiter zum Kyffhäuser Denkmal. Es erinnert stark an das Völkerschlachtdenkmal, das wir in Leipzig angeschaut haben. Kein Wunder, es war auch Bruno Schmitz. Es gibt eine Ober-, Mittel- und Unterburg. Der tiefste Burgbrunnen der Welt mit 176 m Tiefe ist zu besichtigen. Die Barbarossasage besagt: tief unter der Erde schläft Barbarossa und erwacht, wenn sein Bart dreimal um den Tisch gewachsen ist und die Raben nicht mehr um den Berg fliegen.

Nächster Stop ist die Barbarossahöhle im Anhydritgestein. Keine Führung am Nachmittag, jedoch im Juni als besondere Aktion Lichterwelten. Tolle Illuminationen, die sich durch die Spiegelung im Wasser noch besser präsentieren.

Auf der Heimfahrt haben wir in unserem Urlaubsort noch die Wasserburg angeschaut, die heute eine Jugendherberge ist. Innen konnten wir daher nicht rein, sondern sie nur umrunden. Die Jugendlichen könnten schlechter unterkommen, oder?

09.06.2022

Erlebnisbergwerk in Sondershausen. Wir fahren ein in ca. 600 Meter Tiefe. Unten geht es mit dem LKW weiter, eine Kahnfahrt auf dem Salzsee, eine Besichtigung der Ausstellung „Heeresmunitionsanstalten“ und der Fest- und Konzertsaal kann besichtigt werden. Ich bin auf einem Arschleder eine 52 Meter lange Rutsche mit 40 Grad Gefälle runter. War klasse. 3 Stunden Erlebnis.

Aus den Tiefen wieder aufgetaucht haben wir das Schloß im Ort besichtigt. Die Fürstin war sogar eine geborene Hohenlohe-Öhringen. Die Welt ist klein, vor allem beim Adel.

10.06.2022

Letzter Urlaubstag und es geht wieder nach Bad Frankenhausen ins Panorama Museum zu einem gigantischen „Wimmelbild“. Ich habe mir die Kurz- und Langfassung des Audioguides gegönnt. Es gibt so viel zu sehen. 4 Jahreszeiten, 3000 Personen, 4 Jahre Malzeit, 14 Meter hoch und 123 Meter Umfang. Man kann gucken und gucken und entdeckt immer wieder etwas Neues. Werner Tübke hat da etwas gigantisches geschaffen.

Nach so viel Input für den Geist, gibt es einen kurzen Zwischenstopp in der Goethe Chocolaterie , eine Stärkung mit Eiskaffee und Shopping und schließlich noch Bewegung. Bei uns um die Ecke gibt es eine 180 Meter lange Hängeseilbrücke, die wir noch anschauen wollen. Krass in ganz Thüringen sind die vielen vertrockenen und abgestorbenen Bäume, die fast überall zu sehen sind.

Jetzt ist der Urlaub vorbei. Morgen geht es wieder nach Hause. Der Nachbars Hund hat immer zu uns rüber geschaut, wenn wir in unserem Gutshaus draußen gegessen haben.