...und sonst so... Übrigens

Japanische Teezeremonie

Japanische Teezeremonie. Ich habe eine japanische Teezeremonie heute über die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall besucht und somit einen Punkt meiner Bucket List erledigt.

Führung durch die Ausstellung

Im Vorfeld sollte ein gemeinsamer Ausstellungsrundgang durch Rosenrot Grasgrün Quittengelb mit Fokus auf die fernöstlichen Leihgabenkomplexe stattfinden. Offensichtlich hat das niemand der Dame gesagt und so war es eine normale Führung.

Schade, denn im UG sind durchaus einige Exponate, die zur Teezeremonie passen und über die es wert gewesen wäre, mehr zu erfahren. Bei meinem letzten Besuch in der Ausstellung habe ich diese Werke extra weggelassen, da ich wusste, dass es bei der Führung vor der Teezeremonie aufgegriffen wird. Pech.

Es gibt aus der Naej Collection eine repräsentative Auswahl moderern und zeitgenössicher japanischer Bambuskörbe, die bei den traditionellen japanischen Teezeremonien als Raumschmuck für die festliche Präsenation von Blumen und Früchten genutzt wurde.

Japanische Teezeremonie

Nach der einstündigen Führung in den unteren Räumen ging es wieder nach oben und dort haben uns bereits zwei Damen in festlichen Kimonos erwartet.

Frau Yaeko Heinisch, sie ist Omotesenke Teelehrerin, eine von den drei wichtigesten Schulen, hat uns alles erläutert und die Teezeremonie mit zwei Gästen aus dem Publikum vorgeführt.

Danach haben alle ein Ministück Kuchen und ein noch kleineres Macaron sowie danach den Tee bekommen.

Das war meine Schale. Es ist wichtig, das schöne Bild (Vorderseite) auf der Schale dem Gast und bei der Rückgabe dem Gastgeber hinzuhalten und vor dem Trinken die Schale um 90 Grad zu drehen.

Anschließend konnten wir noch Fragen stellen.

Omotesenke ist eine der führenden Schulen für die japanische Teezeremonie „Chanoyu“, was übersetzt „Der Weg des Tees“ bedeutet. Sie führt „Wabicha“, eine Form der Zeremonie, weiter, bei der Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit im Vordergrund stehen. Vor über 400 Jahren wurde diese Zeremonie durch den Tee-Meister Sen no Rikyu zur Perfektion gebracht. Durch die Zubereitung einer Schale Tee aus pulverisiertem Grüntee lernt man nicht nur die traditionelle japanische Gastfreundlichkeit kennen, sondern nähert sich auch einem Kern der japanischen Kultur.

Es war sehr interessant und ich froh, dass es in der Kunsthalle auf Stühlen und nicht in einem richtigen Teehaus auf Matten war. Das hätte mein Knie sonst nicht mitgemacht.

Matcha Tee wird nicht zu meinem Lieblingstee werden, doch das Ritual, eine Tasse Tee mehr zu zelebrieren, werde ich mir wieder öfters ins Gedächtnis rufen.

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